Dieses Gemälde von John Emms, einem englischen Maler aus dem 19. Jahrhundert, zeigt zwei Bernhardiner mit den typischen Schnapsfässchen um ihren Hals, auch wenn dieses Detail wohl eher einer Legende als der Realität entsprungen ist. Der Wahrheit entspricht hingegen, dass seit dem frühen 18. Jahrhundert die Mönche im Hospiz auf dem Grossen Sankt Bernhard – einem fast 2400 Meter über dem Meer liegenden Alpenpass zwischen der Schweiz und Italien – diese Hunde züchteten, um sie auf gefährlichen Rettungsmissionen zu begleiten.
St. Bernard
Der berühmteste unter ihnen war Barry, der von 1800 bis 1812 im Hospiz lebte und mehr als 40 Menschen das Leben gerettet haben soll. Barrys Heldentaten sprachen viele Schweizer an, weshalb sein Körper später als Ausstellungsobjekt im Naturhistorischen Museum der Stadt Bern ausgestellt wurde. Heute noch können die Menschen diesen inspirierenden Hund bewundern. Ein Liebhaberverein hat die Fondation Barry ins Leben gerufen, deren Ziel es ist, die ursprüngliche Züchtung der Bernhardinerhunde weiterzuführen. Über die Jahre haben die Leute begonnen, die Bernhardinerhunde mit anderen Hunden zu kreuzen, woraus der Bernhardiner, wie wir ihn heute kennen, geworden ist. Denn Barry und die anderen St. Bernhardhunde waren damals kleiner und hatten kürzeres Haar.